Die Geschichte zeigt, dass stets Männer am Werk waren, die sich für die Belange des Schuhmacherhandwerks einsetzten. Aus den Annalen geht hervor, dass in der Zeit 6.- 9.Juni 1884 hier in Berlin die erste Bundesinnungstagung abgehalten wurde.
Wenn es um die gebührende Anerkennung ihres Handwerkes ging, waren die Gesellen und Meister ein streitbarer Berufsstand. So gelang es ihnen mit drei anderen Gewerken, Vertreter in den Rat der Stadt Berlin zu entsenden.
Schuhmacher Claus Schulze war es, welcher im Jahre 1448 neben Peter von der Gröben, als Bürgermeister von Berlin auftritt Aus den Annalen geht hervor, dass in der Zeit vom 6. - 9. Juni 1884 hier in Berlin die erste Bundesinnungstagung abgehalten wurde.
Als erster Hofschuhmacher wurde im Jahre 1507 Meister Otten genannt. Das zweite Hofschuhmacherpatent erhielt Meister Donat Moller im Jahre 1518.
Aus Anlass des 700jährigen Bestehens (1984) hatte es sich die Schuhmacherinnung zur Aufgabe gemacht, dem Verbraucher und den Medien zu dokumentieren,
dass ein so altes Handwerk keinesfalls im Hintergrund steht. So wurde die Gelegenheit genutzt sich in den Messehallen am Berliner Funkturm entsprechend zu präsentieren.
Durch Wahren von Traditionen einerseits und das Bekennen zur Modernität der Gegenwart andererseits, hat sich das traditionsreiche Schuhmacherhandwerk zu einem modernen, lebendigen Dienstleistungshandwerk weiterentwickelt und hoffen dies noch lange erhalten zu können.
Den in lateinischer Sprache verfasste Innungsbrief aus dem Jahre 1284, finden Sie in der Übersetzung im nachfolgenden Beitrag. klick here